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2008: Inland stabil, Export volatil


Und plötzlich ist alles anders. Das Inlandsgeschäft wird zum stabilisierenden Faktor, während die steil gestiegenen Exportumsätze in vielen internationalen Märkten 2009 eingebrochen sind. Fürs Geschäftsjahr 2008 vermelden die Top 30 Hersteller/Anbieter von Technik und Zubehör in Deutschland 4,4 % Umsatzplus, draufgesattelt auf zwei Rekordjahre in Folge mit jeweils zweistelligen Pluszahlen. Eine exklusive Analyse.

 

2008 kann man aus zwei Perspektiven anschauen. Die erste: Nach zwei brillanten Wachstumsjahren gelang es, nochmals über 4 % Umsatz drauf zu setzen. In diversen Fällen ein Rekordjahr.

Die Erlöse der 30 Top-Techniker betragen jetzt knapp 2,4 Mrd. €. Mitte der Dekade, also 2005, waren es 1,8 Mrd. € gewesen – was für eine strahlende Entwick lung in kürzester Zeit!

Die zweite: 2008 signalisiert den Anfang vom Abschwung, unter Umständen sogar mit Minuszahlen fürs noch laufende Jahr 2009. Die weltweite Wirtschaftskrise kostet insbesondere in der Investitionsgüter-Sphäre Umsatz. Zum Teil brutale Einbrüche im Objektgeschäft: Planungen werden nicht weiter verfolgt und Baustellen still gelegt. Zu viel Unsicherheit in Sachen unmittelbare

Zukunft, insbesondere in Osteuropa, Middle East, Japan und USA. Der hohe Eurokurs wirkt Problem verschärfend im plötzlich volatilen Exportbusiness. Insgesamt erwirtschafteten die Top 30 im

Geschäftsjahr 2008 knapp 2,4 Mrd. € Erlöse. Davon entfielen auf die Top 10 allein 1,5 Mrd. €– und das wiederum waren 66,3 % mehr als die Top 10 vor zehn Jahren, sprich 1998, an dieser Stelle aufzuweisen hatten. Die Entwicklungskurve basiert hauptsächlich auf rasant gestiegenen Exportquoten. Ja, Export war der Wachstumsmotor Nummer 1 der zurückliegenden Dekade. ‘Made

in Germany’ verkauft sich gut in der großen weiten Welt, das verhält sich in unserer Branche nicht viel anders als bei Fahrzeugen

oder Druckmaschinen.

 

Für 2008 gilt:

  • Globaler Wirtschaftsabschwung bei steigendem Preis- und Wettbewerbsdruck. Nicht selten verliert Qualität gegen Dumping-Angebote.
  • Anfang einer allgemeinen Investitionszurückhaltung. Unsichere Wirtschaftslage durch Banken- und Finanzkrise. Bonitäten der Kunden werden schlechter.
  • Inlandsgeschäft hält sich stabiler als Export – exakte Umkehrung der Wachstumsentwicklung in jüngster Vergangenheit.
  • Bei den Technik-Trends gilt übergeordnet: mehr Energie-Effizienz und mehr Ressourcen-Schonung.
  • Nachhaltiges Investieren und Bauen wird zur Zielgröße schlechthin.
  • So benutzerfreundlich und so sparsam in den Betreiberkosten wie möglich: zwei zentrale Kaufmotive.

Jetzt, wie kam das Ranking zustande? Die allermeisten Angaben lieferten die Unternehmen. Wichtig: Jede Firma verantwortet ihre Zahlen selbst, ganz selten wurde geschätzt. Es sei betont, dass es immer schwieriger wird, den Bereich zu überschauen und zu kategorisieren. Zunehmend fließende Übergänge und verschwimmende Abgrenzungen innerhalb der Konzerne. Trotzdem, das exklusive Ranking liefert, vor allem in der Langzeitanalyse, wichtige Erkenntnisse.



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