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snack 2017: Trends und Potenziale fürs To-go-Geschäft

Großes Wachstumspotenzial bietet auch in Zukunft das Snack-Segment. Beim diesjährigen Branchenkongress snack 2017 wurde am heutigen ersten Tag deutlich: Es wird künftig gesünder, proteinreicher, nachhaltiger, abenteuerlicher und weniger zuckerhaltig gesnackt. Schlemmerprodukte dürfen allerdings auch weiter nicht fehlen.

Durch den ersten Tag des Kongresses mit dem Motto ‘Food on the Move’ führten am Dienstag die Moderatoren Andrea Lottmann und Andrew Fordyce. Fordyce nahm die Teilnehmer zur Einstimmung mit auf eine Foodtrend-Tour und prognostizierte fünf Entwicklungen für dem Snack-Markt mit großem Potenzial: südafrikanische Küche, Streetfood (besser organisiert), Frühstück, Picknick und Feiertagsangebote (z. B. Oster- oder Weihnachts-Specials).

Dass der Trend weg geht von größeren, hin zu kleineren Gerichten, unterstrich Julia Buech, Food & Drink Analyst - Germany der Mintel Group, mit aktuellem Zahlenmaterial des Marktforschungsinstituts: „Essen und Trinken wird im Alltagsstress integriert. Mehr als die Hälfte der Deutschen isst on-the-go - sei es zum Frühstück, mittags oder abends.“ Beim Snacking fließen aktuelle Ernährungstrends ein: Extrem gesund und extrem ungesund halten sich die Waage. Trends aus ihrer Sicht: Superfoods, Energie aus Pflanzen, Zucker ist out, Fett ist in, geringer Verarbeitungsgrad.

Studien und Daten für die Neuprodukt-Einführung
Speziell auf Snacks beim Bäcker und Metzger in Deutschland ging Thilo Lambracht, Geschäftsführender Gesellschafter, Business Target Group ein. Im Rahmen einer Konsumentenbefragung, dem Snackbarometer 2017, wurde die starke Position des Foodhandwerks bestätigt, dabei hat der Bäcker die stärkste Akzeptanz. Wäre das Sortiment ein Wunschkonzert, würden sich vor allem unter 30-Jährige beim Bäcker mehr Wraps und Burger wünschen. Beim Metzger hätten die über 60-jährigen Kunden gerne häufiger Geflügel-Snacks zur Auswahl. Wichtige Zukunftsthemen: Heimat und Region.

Dass man bei Neuprodukten weniger auf sein Bauchgefühl hören sollte, sondern chemische Verbindungen und Big Data zu Rate ziehen sollte, erklärte Pascal-Xavier Van de Goor, Foodpairing, Gent. Er betonte, dass die Gesundheitswelle bestehen bleibt und nicht nur ein kurzer Trend ist. Aromen werden wichtiger, weil auf Wunsch der Konsumenten weniger Salz, Fett und Zucker als Geschmacksträger in Lebensmittel verarbeitet werden sollten.

Kaffee als Snack und Snack-Begleiter
Dass Kaffee zum Luxusprodukt wird, prognostizierte Dr. Steffen Schwarz, Inhaber Coffee Consulate in Mannheim. Sinkende Produktionszahlen (Klimawandel, Zunahme der Schädlinge, …) treffen auf eine steigende Nachfrage nach Kaffee - vor allem auch aus Schwellenländern.

‘Coffee to go Again’, die Initiative von Julia Post ist eine neue Strategie in Sachen Umweltschutz, denn pro Stunde landen 320.000 Becher im Müll. Post will das ändern mit Hilfe von drei Modulen: die Lebensmittelverordnung sollte das Befüllen eigener Becher explizit erlauben, mit der Einführung eines bundesweiten Pfandsystems und der Besteuerung von Einwegbechern. Bislang zählt die Kampagne 400 Teilnehmer.

Peter Kowalsky, Bionade-Gründer, stand zum Abschluss Rede und Antwort über die Höhen und Tiefen des Limonaden-Unternehmens. Er stellte außerdem sein neuestes Projekt Inju vor.

Veranstaltet wird snack 2017 von der dfv Conference Group, morgen geht es mit Vorträgen, Master Classes und einer Trendtour durch Frankfurt weiter.

www.conferencegroup.de


05.09.2017, IR - Redaktion food-service / gv-praxis



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