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Getasty: Bargeldlos zum Reiseproviant

Seit Mitte August können Reisende am Berliner Hauptbahnhof am Pop-up-Store von Getasty ihre zuvor im Internet bestellte und bezahlte 'Food Bag' unkompliziert und vor allem schnell zum Unterwegsverzehr abholen. Das Start-up von Lisa Behn und ihrem Team gewann im Frühjahr 2017 den DB Accelerator Batch. Anschließend durften die Gründer, unterstützt von den Coaches und Mentoren im DB-Co-Working Space mindbox, drei Monate lang ihrem Konzept tüfteln, bis der Shop dann im Sommer im Eingangsbereich des Hauptbahnhofs an den Start ging. In Zukunft soll Getasty vor allem als Plattform funktionieren, auf der Reisende Proviant bei verschiedenen gastronomischen Anbietern vorab bestellen und bargeldlos bezahlen können.

Als Operations Managerin beim Convenience-Konzept Scoom ist Lisa Behn mit der Problematik zu langer Wartezeiten beim F&B-Kauf an hochfrequentierten Bahnhofsstandorten wohl vertraut. "Gemeinsam mit der Deutschen Bahn haben wir überlegt, wie man hier Abhilfe schaffen könnte." Ihre Lösung: Der Getasty-Webshop, der es den Kunden erlaubt, schon vor dem Betreten des Bahnhofs ihre gewünschte Mahlzeit im Internet auszuwählen, per Kreditkarte oder Paypal zu bezahlen und für einen bestimmten Zeitpunkt zur Abholung am Getasty-Stand zu bestellen, wo sie sich mit einem QR-Code identifizieren. Das Produktangebot (Sandwiches, Salate, Müsli, Kaffeespezialitäten, Säfte, Smoothies ...) stammt aus dem Scoom-Sortiment. 

"Das ganze Konzept funktioniert komplett bargeldlos", erklärt Behn, die gleich mehrere ihrer Scoom-Kollegen für die Idee begeistern konnte und Getasty mit ihnen gemeinsam entwickelte. "Doch auch Reisende, die erst im Bahnhof selbst auf uns aufmerksam werden, dürfen natürlich bei uns einkaufen." Auf den Webshop können sie dort nicht nur mit dem eigenen Handy, sondern auch über drei iPads zugreifen und auch gleich mit der Kreditkarte bezahlen. Impulskäufer, die ganz herkömmlich direkt beim Personal bestellen möchten, haben dazu Gelegenheit, müssen aber ebenfalls bargeldlos bezahlen. 

"Wir bekommen überwiegend positives Feedback", sagt Behn, die überzeugt ist, dass auch die diesbezüglich eher zurückhaltenden Deutschen irgendwann nur noch bargeldlos bezahlen werden. Damit auch andere Gastronomen am Bahnhof ihren Kunden diesen Service anbieten können, soll Getasty in Zukunft als Bestellplattform weitergeführt werden, der sich andere Konzepte anschließen können. Dabei gehe es nicht nur um Fast-Food - auch Fullservice-Betriebe können ihre Gerichte zum Take-away anbieten. "Zunächst steht das Abholen im Vordergrund, aber auch ein Lieferservice ist angedacht."

Die Testphase mit dem eigenen Store ist Ende November abgeschlossen, danach werden im Webshop zunächst die 15 Scoom-Standorte und die knapp 30 Outlets der Schwestermarke Cuccis des Lübecker Unternehmers Norbert von Allwörden mit ihrem Sortiment aufgeschaltet. "Wir hoffen, dass weitere Gastronomen im Bahnhofsumfeld mitmachen werden", unterstreicht Behn. 

www.getasty.de

13.11.2017, BS - Redaktion food-service / gv-praxis



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