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frischBack: Eigenverwaltungsverfahren eröffnet

Die frischBack GmbH, die Arnstädter Landbrotbäckerei GmbH und die Backspezialitäten GmbH, alle mit Sitz in Arnstadt, haben heute einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt und vom Amtsgericht Erfurt bestätigt bekommen.

Mit über 130 Filialen in Thüringen, Sachsen, Sachseln-Anhalt, Osthessen und Nordbayern und Produktionsstandorten in Arnstadt und Schmalkalden gehört die Gruppe zu den 30 führenden Backwaren-Filialisten in Deutschland. Beschäftigt sind rd. 800 Mitarbeiter.

„Wir haben in den vergangenen Jahren in Millionenhöhe in unsere Filialen und Produktion investiert. Doch der hohe Kapitaldienst für die Investitionskredite und die gestiegenen Personalaufwendungen, wie die Erhöhung des Mindestlohnes in diesem Jahr, haben zu einem Liquiditätsengpass geführt“, erklärt Alfred J. Heyl, Geschäftsführer der frischBack GmbH, die derzeitige wirtschaftliche Lage und verweist auf die Notwendigkeit für Betriebe des Bäckerhandwerks, sich angesichts der Billigkonkurrenz wie Discounter oder SB-Backshops neu auszurichten.

Mit dem jetzt eröffneten Eigenverwaltungsverfahren sollen das Filialgeschäft sowie die beiden Produktionsstandorte in Arnstadt und Schmalkalden nachhaltig saniert werden. Ziel ist es, die Unternehmen fortzuführen und die Arbeitsplätze zu sichern. Während des Verfahrens läuft die Backproduktion weiter, alle Filialen und Großkunden werden weiter beliefert, die eigenen Filialen sind unverändert geöffnet. Die Geschäftsleitungen der drei betroffenen Unternehmen werden durch den Sanierungexperten Andreas Schmieg (Buchalik Brömmekamp) ergänzt, gemeinsam wird das bestehende Sanierungskonzept weiter entwickelt.

„Mit den Möglichkeiten des Verfahrens werden wir die Liquiditätssituation deutlich verbessern und so den wesentlichen Sanierungsansatz umsetzen. Dazu werden wir vor allem unrentable Standorte auf den Prüfstand stellen und sie fit für die Zukunft machen. Die wichtigsten Lieferanten haben uns schon zugesagt, den eingeschlagenen Weg zu unterstützen“, sagt Andreas Schmieg. „Außerhalb eines Eigenverwaltungsverfahrens wären die dafür notwendigen Aufbau- und Restrukturierungsmaßnahmen nicht zu finanzieren“, ergänzt Dr. Hubertus Bartelheimer, der projektbegleitende Partner des Beratungsunternehmens.

Erst seit 2012 können Unternehmen die erweiterten Möglichkeiten einer Eigenverwaltung zur Sanierung nutzen. Im Eigenverwaltungsverfahren bleibt die unternehmerische Verantwortung bei der bisherigen Geschäftsführung. Sie führen den Sanierungsprozess selbstständig und ohne Insolvenzverwalter, aber mit einem zur Seite gestellten Sachwalter durch. Dieser übernimmt eine Aufsichtsfunktion und hat darüber hinaus die Aufgabe, die wirtschaftliche Lage des Schuldners zu prüfen.

www.frischback.de


11.08.2017, MW - Redaktion food-service / gv-praxis



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