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Vegetarierbund: Immer mehr fleischfreie Restaurants in Deutschland

Mit der steigenden Zahl der vegetarisch und vegan lebenden Menschen in Deutschland steigt auch die Zahl der Restaurants und Cafés, welche diese Zielgruppe in den Fokus nehmen. In Deutschland leben nach Angaben des Vegetarierbundes (VEBU) mittlerweile 7,8 Mio. Vegetarier, das sind rund 10 Prozent der Bevölkerung, Tendenz steigend. Darunter leben etwa 900.000 Menschen vegan. Bei den veganen Gastronomiebetrieben verzeichnet der VEBU von 2013 bis 2014 ein Wachstum von 32 Prozent, bei den vegetarischen Restaurants sind es 23 Prozent.

Von 2014 auf 2015 (bis Januar 2015) gab es demnach bei veganen Restaurants bereits ein Wachstum von 23 Prozent, bei den vegetarischen Restaurants sind es 13 Prozent. Das breite öffentliche Interesse am Thema mache viele Restaurantbesucher neugierig, die die vegane Küche ausprobieren möchten und deshalb eines der zahlreichen Restaurants besuchten.

Die aktuelle Erhebung des VEBU bezieht sich auf Betriebe in großen und mittelgroßen Städten Deutschlands. "Neben den ethischen Gründen entscheiden sich viele Verbraucher auch der eigenen Gesundheit zuliebe dafür, öfter vegetarisch oder vegan zu essen", sagt Sebastian Zösch, Geschäftsführer des VEBU. "Auch nicht rein vegane Restaurants können bei dieser Zielgruppe punkten, indem sie einige vegane Gerichte auf die Karte setzen oder den Cappuccino mit Sojamilch anbieten", so Zösch weiter.

In der Gemeinschaftsverpflegung steige die Nachfrage nach Veggie-Gerichten ebenso. Laut dem Internorga GV-Barometer 2015 ist "vegetarisch" eines der Fokusthemen für 2015. 52 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Betrieb in Zukunft verstärkt vegetarische Menüs anbieten wird, vegane Alternativen möchten immerhin 25 Prozent zur Verfügung stellen. Diese Entwicklung wird unterstützt von dem Projekt GV-nachhaltig, welches neben der guten Anwendbarkeit von Fleischalternativen in der Gemeinschaftsverpflegung vor allem die klimaschonenden Auswirkungen einer pflanzenbetonten Ernährung hervorhebt.

Ein Forscherteam aus Europa ging kürzlich der Frage nach, was passieren würde, wenn die Menschen in Europa weniger tierische Produkte essen würden und diese durch Getreide und Hülsenfrüchte ersetzen würden. Die berechneten Folgen für Umwelt und Gesundheit sind deutlich. Unter anderem würden bis zu 40 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen und auch die Freisetzung von Stickstoffverbindungen über tierischen Dünger könnte um 40 Prozent sinken. Infolgedessen würde sich die Luft- und Trinkwasserqualität deutlich verbessern.

"Bereits jetzt müssten im Sinne der Nachhaltigkeit die negativen Umweltauswirkungen des Tierproduktionssektors deutlich gesenkt werden", sagt Zösch. "Wer heutzutage das Klima und die Umwelt schützen will, tut dies mit Messer und Gabel".

www.vebu.de


23.01.2015, BS - Redaktion food-service / gv-praxis



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