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Insolvenz: Goya stellt Betrieb ein

Nach nur fünf Monaten schließt der insolvente Berliner Nobelclub Goya seine Pforten. Wie Insolvenzverwalter Peter Leonhardt gestern mitteilte, sei der Schuldenberg von 5 Mio. € zu hoch, um in absehbarer Zeit getilgt zu werden. 89 Mitarbeiter erhielten ihre Kündigung. Damit ist das ambitionierte Großprojekt im ehemaligen Metropoltheater in Rekordzeit gescheitert. Das Finanzierungsmodell von Initiator Peter Glückstein war neu für Deutschland: Für 7,5 Mio. € hatten ’Aktionäre’ Anteile am Goya erworben - und damit lebenslangen freien Eintritt. Allein der Umbau der Location soll aber schon mehr als 10 Mio. € gekostet haben. Auch die im Konzept berechneten Gästezahlen wurden laut Leonhardt bei weitem nicht erreicht: Statt der benötigten 1.300 bis 2.700 Besucher kamen teilweise nur 300. Von Rechts wegen hätte schon Ende Dezember 2005 Insolvenz angemeldet werden müssen. Seit das Verfahren schließlich Anfang März eröffnet worden ist, hätten monatlichen Kosten von 375.000 € nur Einnahmen von 225.000 € gegenüber gestanden.
 
Die Aktionäre dürften ihr Kapital unwiederbringlich verloren haben. Ob sich aus dem Verhalten der ehemaligen Verantwortlichen straf- und zivilrechtliche Konsequenzen ergeben, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
 
www.goya-berlin.de

03.05.2006

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