gv-praxis Branchennews
Ernährung in deutschen Krankenhäusern soll sich verbessern
Im Trubel der heftigen Diskussionen um die Gesundheitsreform ist ein wichtiges Ereignis etwas untergegangen: der nutritionDay 2007. Am 25. Januar wurde in ganz Europa der Ernährungsstatus von mehr als 20 000 Krankenhauspatienten erhoben. Gleichzeitig sollten die teilnehmenden Krankenhausstationen Auskunft darüber geben, ob die Patienten auf Mangelzustände hin untersucht und wie diese behandelt werden. Ziel dieser groß angelegten Studie: Ärzte, Pflegepersonal und Verantwortliche sollen auf die Bedeutung einer adäquaten Ernährung für eine rasche Genesung des Patienten aufmerksam gemacht werden.Das Problem ist schon lange bekannt und wurde durch die Ergebnisse des nutritionDay 2006 bestätigt. Jeder dritte Patient zeigt schon bei der Aufnahme ins Krankenhaus Zeichen einer Mangelernährung und bei einem Viertel der Patienten treten im Laufe des Krankenhausaufenthaltes Komplikationen aufgrund einer unzureichenden Nährstoffversorgung auf. Die Folgen sind längere Liegezeiten, höhere Sterblichkeitsraten und höhere Kosten. Ein Blick ins benachbarte Österreich zeigt, dass es auch anders geht. Dort sind schon an vielen Krankenhäusern Ernährungs-Teams etabliert, die aus Ärzten, Pflegern, Oecotrophologen oder Diätassistenten und Küchenpersonal bestehen. Risikopatienten werden aufgespürt und mit einem umfassenden Ernährungsplan einer Mangelernährung vorgebeugt. So weit ist es in Deutschland leider noch nicht. Dass sich etwas bewegt, zeigt aber die zunehmende Zahl der teilnehmenden Krankenhäuser. aid
31.01.2007
Weitere Branchennews vom 31.01.2007:
Meinmittagstisch.de: neue Partner und neue Funktionen
Alfons Schuhbeck Palazzo: neues Menü und neue Show
41. Ikea-Haus mit 26jähriger Foodservice-Chefin
Studentenwerk Göttingen: Zentralmensa wird saniert
Weekly Research Bite: Trotz mehr Eigenverpflegung höhere Kantinennutzung





