Facebook Twitter RSS

Artikel drucken gv-praxis Branchennews

Bio NRW: Beschaffung ist zentral für die Außer-Haus-Verpflegung

In der zweiten Vernetzungsveranstaltung der Initiative „NRW kocht mit Bio“ diskutierten rund 50 Akteure der Außer-Haus-Branche in Nordrhein Westfalen mit Bio-Küchenbetreibern und –Lieferanten. Gastgeber war die Talanx Service AG in Köln. Zur dritten Vernetzungsveranstaltung lädt am 26. September die GLS Bank in Bochum.

„Die Vernetzungsveranstaltungen sind ein zentraler und wichtiger Teil der Initiative „NRW kocht mit Bio“. Gespräche, die heute hier geführt werden, bilden eine gute Grundlage für einen besseren Austausch zwischen Erzeugern, Verarbeitern und Händlern. Außerdem geben sie den Anstoß zu neuen, langfristigen Kooperationen zwischen Lieferanten und Küchen in NRW“, sagte Christine Schenkel von der Projektgruppe Agentur Ländlicher Raum des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz im Rahmen ihrer Begrüßung.



Leuchtturm-Küche Talanx

In seinem Impulsvortrag sprach Rainer Roehl vom Beratungsunternehmen a’verdis aus Münster über die zentrale Rolle von Bio-Lebensmitteln für eine nachhaltige Beschaffungsstrategie. Dabei begründete er seine These „Keine Nachhaltigkeit ohne Bio“ zunächst mit zahlreichen eindrucksvollen Beispielen, wie den besorgniserregenden „Earth System Trends“. Bei vielen kritischen Parametern wie dem CO2-Austoß oder dem Wasserverbrauch habe es besonders seit 1950 einen dramatischen Anstieg gegeben, zu dem auch das weltweit veränderte Ernährungsverhalten beitrage.



Norbert Bremer, Küchenleiter der Talanx Service AG, stellte das hauseigene Speisen- und Beschaffungskonzept vor. Mit seiner Kollegin Stefanie Limbach schafft er mit sorgsamer Planung und viel Leidenschaft für gute und attraktive Produkte jeden Tag ein Angebot aus 80 Prozent Bio-Lebensmitteln. Nachhaltige Aspekte spielen im gesamten Küchenablauf eine zentrale Rolle, weshalb zum Beispiel bereits seit 1998 auf Ganztierverwertung gesetzt wird.



Ökolandbau fördert Biodiversität

Aus Erzeugersicht sprach Heinrich Rülfing vom Biohof Rülfing. Er hat seinen Betrieb 2003 auf ökolo-gische Erzeugung umgestellt: „Seit vor gut 10 Jahren neue Pflanzenschutzmittel eingesetzt wurden, ist die Artenvielfalt deutlich zurückgegangen.“ Die betreffe vor allem auch Insekten.Der ökologische Landbau trage mit seiner Anbauweise entscheidend zur Erhaltung der Artenvielfalt und zum Schutz der vielfältigen Tierrassen bei.



Die dritte Vernetzungsveranstaltung am 26. September bei der GLS Bank in Bochum widmet sich dem Thema: „Erfolgreiche Nachhaltigkeitsstrategien in Kommunen – Was wir von Bio-Städten lernen können

„NRW kocht mit Bio“ ist eine Initiative des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Ver-braucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und wird vom Beratungsunternehmen a’verdis aus Münster umgesetzt. Angesprochen werden alle Akteure des Bio-Außer-Haus-Marktes in NRW. Neben Netzwerkveranstaltungen für Küchen und Lieferpartner gibt es Weiterbildungsangebote für Fachlehrer an Berufskollegs und individuelle Beratungsangebote.


www.a-verdis.com


17.07.2017, SI - Redaktion gv-praxis



Weitere Branchennews vom 17.07.2017:



| Newsletter |

Alles, was die Branche bewegt - kompakt und übersichtlich im cafe-future.net Newsletter.
Kostenlos - Dreimal pro Woche.


| Bildergalerien |

| Events |

Frankfurter Preis