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Bayern: Ernährungskonzept auf gutem Weg

Ein Jahr nach Start des Konzepts „Ernährung in Bayern“ hat Staatsminister Helmut Brunner eine rundum positive Zwischenbilanz gezogen. Das Programm setzt auf Ernährungsbildung und gesunde Verpflegung von klein auf – mit gezielten Angeboten in erster Linie für Familien, Kindertagesstätten und Schulen.

Nach Auskunft des Ministers sei es gelungen, landesweit regionale Netzwerke und Anlaufstellen für die betroffenen Akteure im Verpflegungsbereich aufzubauen und Bildungsangebote effizient zu bündeln. Allein beim Auftakt der bisherigen Projekte waren mehr als 4 500 Akteure beteiligt. Entscheidend sei es laut Brunner nun, die Bildungsnetzwerke auszubauen und dauerhaft mit Leben zu erfüllen.

Für die Schulen wurden seit Dezember bayernweit 17 „RegioTreffs“ eingerichtet, an denen rund 400 Akteure in der Schulverpflegung teilnehmen. 27 bayerische Schulen lassen sich derzeit im Rahmen eines Modellprojekts bei der Optimierung ihrer Mittagsverpflegung durch eigens geschulte Coachs helfen. Um die Verpflegung in Kindertagesstätten zu verbessern, laufen an 44 Orten in Bayern spezielle Workshops unter der Leitung von Fachkräften. Bis Juli sollen so mehr als 1 000 Erzieherinnen, Träger von Tagesstätten und weitere Akteure fortgebildet werden.

Für Verantwortliche in der Gemeinschaftsverpflegung gibt es zudem überregionale Diskussionsforen. Rund 2 800 Fach- und Führungskräfte aus Kinder-, Jugend- und Senioreneinrichtungen sowie aus dem Schulbereich nahmen bislang an Fachtagungen teil. Zusätzlich bieten 16 Arbeitskreise, sogenannte „Profi-Treffs“, wertvollen Austausch und Hilfe bei der Optimierung von Verpflegungsangeboten.

Zur Umsetzung des bayerischen Ernährungskonzepts hatte Brunner vergangenes Jahr zunächst bayernweit acht Schwerpunktämter Ernährung eingerichtet. Sie sind zentrale Anlaufstelle für Akteure, bauen Netzwerke auf, organisieren Projekte, führen Schulungen für Multiplikatoren durch und sorgen für die Bündelung der Angebote.

Die Erfolge des Ernährungskonzepts können nach Aussage des Ministers aber nur langfristig beurteilt werden. Deshalb lässt Brunner die Umsetzung durch ein Monitoring begleiten: Die Effizienz der Arbeit soll damit über mehrere Jahre beobachtet und beurteilt werden. Einen ersten Bericht gibt es 2012.

www.stmelf.bayern.de/ernaehrung
29.03.2010, CZ - Redaktion gv-praxis



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