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Subway: problematischer deutscher Markt wird Chefsache

Subway kommt nicht zur Ruhe: In den vergangenen Wochen erregten erneut Medienberichte Aufmerksamkeit, in denen Franchisenehmer und ihre Anwälte dem Unternehmen mangelnde Betreuung und rücksichtslose Lizenzverträge vorwerfen.

Der nach dem Abgang von Area Development Manager (ADM) Michael Pokorski im März zum Interims-Chef des deutschen Marktes ernannte Marty Adomat, Schwager von Subway-Gründer Fred De Luca, arbeitet derzeit an einem Maßnahmenplan, der „deutliche Verbesserungen für den deutschen Markt“ zur Folge haben soll.

Subway-Gründer Fred DeLuca hat die Querelen in Deutschland offenbar zur Chefsache erklärt und kümmert sich nun persönlich um die Probleme. Bereits im April war der Amerikaner vor Ort und führte Gespräche mit dem hiesigen Führungsteam und Franchisepartnern, um die Ursache für die Unzufriedenheit aus erster Hand zu erfahren. Im Mai ist ein weiterer Deutschland-Besuch geplant. Im Fokus der Kritik stehen vor allem das Marketing und zu geringe Margen. Mehrere Franchisenehmer weigern sich Berichten zufolge bereits, die Lizenzgebühr an Subway zu überweisen.

„Wir prüfen derzeit eine Reihe von neuen Initiativen, Verbesserungen des Produktangebots sowie Programme zur Aus- und Fortbildung“, so Adomat in einer Stellungnahme. „Diese zielen insgesamt darauf ab, unsere Franchise-Partner am deutschen Markt dabei zu unterstützen, ihre Restaurants als lokale Unternehmer erfolgreich zu betreiben.“ Zudem wolle man sich im Marketing stärker auf die Wurzeln zurückbesinnen, indem die Kernaussagen der Marke in den Mittelpunkt gestellt werden: frisch belegte Sandwiches – nach dem Wunsch des Gastes mit vor Ort gebackenem Brot und zu einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis. „Zur Unterstützung unserer Franchise-Partner setzen wir zudem auf verbesserte Schulungsprogramme und -inhalte. Ebenso verstärken wir unsere Kommunikation, um allen Beteiligten auf allen Ebenen dabei zu helfen, ihre Ziele zu erreichen“, so Adomat.

Wollte Subway laut früheren Angaben in diesem Jahr sein 1.500. deutsches Outlet eröffnen, liege heute der Fokus „nicht auf dem Wachstum mit neuen Restaurants, sondern darauf, die Profitabilität der bestehenden Restaurants deutlich zu steigern“, heißt es. Zurzeit zählt die Kette in Deutschland knapp 800 Standorte. 100 kamen im vergangenen Jahr hinzu.

Die Suche nach einem neuen ADM zieht sich vermutlich noch bis Ende dieses Jahres hin. Michael Pokorski ist übrigens weiterhin für das Unternehmen tätig und gemeinsam mit Marty Adomat für verschiedene Projekte zuständig.

www.subway-sandwiches.de
05.05.2010, BM - Redaktion food-service



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