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Mannheim: Bio-Center startet als ökologisch korrektes Multi-Konzept
Ab 15. Mai soll Deutschlands einziges Bio-Center ökologisch-orientierte Kunden und Gäste locken. Und zwar ins Mannheimer Stadthaus N1, in dessen Erdgeschoss das etwas andere Einkaufszentrum gepflanzt wurde. Sein Konzept basiert auf vier Säulen: Bio-Supermarkt, Vollwert- bzw. Bio-Gastronomie, trendige Naturtextilien sowie Öko-Dienstleister (z.B. Anbieter von Alternativstrom, Öko-Bank). Dazu kommen ’regionale Trabanten’, vom Natur-Friseur über Bio-Bäcker und -Metzger bis zum Naturspielzeug-Shop. Ebenso: das französisch angehauchte Le Café sowie das Lounge-Café-Restaurant Goya.Insgesamt entstehe so auf einer Fläche von rd. 4.000 qm ein Branchenmix ökologischer und nachhaltiger Anbieter sowie Dienstleister, lässt die dreiköpfige Betreibergesellschaft Naturfabrik verlauten. Die Bio-Visionäre im einzelnen: Bernd Alt, der seit 30 Jahren Reformhäuser im Rhein-Main-Gebiet betreibt, Caterer und Gastronom Thomas Hock sowie Rechtsanwalt René Neubauer.
Einzig der 870 qm große Bio-Supermarkt mit integriertem ’Kompetenzzentrum Gesundheit’ sowie angeschlossenem Restaurant wird von der Naturfabrik selbst betrieben. Der Name dieses Gastro-Gesundheit-Lebensmittel-Dreiklangs: envita – so heißt auch der Catering-Service des Gesellschafters Hock. „Wir wollen die Marke bundesweit nach vorne bringen, als Franchise- oder Filialkonzept, erzählte Alt vor kurzem der Lebensmittel-Zeitung.
In das aktuelle Projekt hat die Naturfabrik 1,2 Mio. EUR investiert. Gut 4 Mio. EUR stammen von den Mietern, weitere 8 Mio. steuerte die Besitzerin des Gebäudes – die Landesbank Baden Württemberg (LBBW) – bei. Große Summen, große Pläne. „Wir werden schnell zu einem großen Namen“, ist Alt sich sicher. In den kommenden fünf Jahren sollen deutschlandweit 10-15 Öko-Einkaufszentren auf Flächen von 2.000-8.000 qm entstehen. Anfragen aus Bonn, Heidelberg und Stuttgart lägen bereits vor.
Dazu sollte man wissen: Zwar ist das Mannheimer Bio-Center das einzige, jedoch nicht das erste Konzept dieser Art. Ende der 90er gab es bereits ähnliche Projekte, zum Teil sogar vom Bund geförderte. Das wohl prominenteste, die Rommelmühle in Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart, wurde nach nur zwei Jahren abgewickelt. Ebenso scheiterte das Ö-Center der Ö GmbH, die selbiges in Hamburg Altona auf die Beine stellen wollte.
www.natur-fabrik.de
www.biocenter-n1.de
14.05.2008
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