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Franchising: Branche wächst moderat

Die bundesweit rund 950 Franchise-Systeme wuchsen in Deutschland im Jahr 2014 auf rund 156.000 Betriebe (+3,1 Prozent). Das teilte der Bonner Mediendienst forum franchise und systeme mit. Die Zahl der Franchise-Partner stieg auf rund 117.500 Unternehmer (+2,3 Prozent), die insgesamt fast 703.000 Mitarbeiter (+0,8 Prozent) beschäftigten. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet die Franchise-Wirtschaft hierzulande damit wieder ein stärkeres, wenn auch moderates Wachstum.

"Ein Wachstum von 3 Prozent ist heute ordentlich", erklärt Felix Peckert, Chef des Bonner forum franchise und systeme. "Aber im internationalen Vergleich sehen wir: Franchise kann eigentlich viel mehr. Der deutsche Markt bleibt immer noch hinter seinen Möglichkeiten zurück."

Im Durchschnitt wurden pro System fünf neue Standorte erschlossen – häufig von bestehenden Franchise-Partnern. Der Gesamtumsatz der Systeme stieg im vergangenen Jahr um 5,1 Prozent auf 95,5 Mrd. Euro. 2015, so die ersten Prognosen, könnte erstmals die Marke von 100 Mrd. Euro Umsatz geknackt werden.

„Nach einer Phase der Prozessoptimierung rüsten sich die Franchise-Systeme wieder für Expansion“, so Peckert. Seine These: „Operative Exzellenz alleine schafft auf Dauer keine ausreichende Profitabilität. Diese kann nur die strategische Exzellenz bringen, die Produkten oder Dienstleistungen dauerhaft eine erkennbare Einzigartigkeit verleiht." Für Franchise-Zentralen werde das Qualitätsmanagement damit zur Pflicht herabgestuft und das Innovationsmanagement zur Kür erklärt.

Franchise-Konzepte gibt es in allen Branchen. An der Spitze steht der Dienstleistungsbereich mit 39 Prozent (+3,9 Prozent). Der Anteil der in Gastronomie-, Touristik-, und Freizeit-Branche aktiven Anbieter wuchs um 4,9 Prozent auf 19,6 Prozent. Rückläufig dagegen der Anteil der Systeme, die im Handel tätig sind (-5,5 Prozent).

Die Investition in einen Franchise-Betrieb beträgt laut Peckert durchschnittlich rund 50.000 Euro. Bei der Partnersuche sind vor allem ehemalige Angestellte aus dem mittleren bis höheren Management gefragt, die zumeist Eigentschaften wie Einsatzbereitschaft, Führungserfahrung und eine solide Kapitalausstattung mitbringen. Doch nicht nur die Markteintrittsphase sollte in einem Franchise-System geregelt sein. „Genauso wichtig ist ein eindeutiges Szenario für einen möglichen Ausstieg“, fordert Peckert. „Geraten Franchise-Partner in eine Schieflage, wird aus partnerschaftlicher Loyalität und dem Glauben, das Ruder doch noch herumreißen zu können, zu häufig der 'gesunde' Schlusspunkt verpasst – und zwar von beiden Seiten.“

www.peckert.de


16.01.2015, BS - Redaktion food-service



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