Internationale Branchennews
USA: Top-Restaurants spüren wenig von Finanzkrise
Während die Restaurants in den USA das durchmachen, was der Branchenverband National Restaurant Association (NRA) die “herausforderndste Phase seit den frühen Achzigern” nennt, melden die Betreiber von sieben der teuersten Restaurants des Landes weiterhin gute Geschäfte – sogar in zwei der am stärksten von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffenen Städten New York und Las Vegas. Offenbar gehören diese kleinen, berühmten und teuren Konzepte, in denen ein Abendessen für zwei locker über 500 Dollar kostet, zu den Gewinnern der Krise.Die (immer noch) Wohlhabenden gehen demnach genauso gerne teuer essen wie vor den Erschütterungen auf dem weltweiten Finanzmarkt. Manche bestellen zweimal die Woche für 450 Dollar Sushi im New Yorker ’Masa’, andere besuchen mehrere Dutzend Male pro Jahr das ’Joel Robuchon’ in Las Vegas. Weiterhin gut gebucht sind 1.500-Dollar-Dinners in der French Laundry im Napa Valley (Kalifornien), ebenso wie private Partys in Chicagos ’Alinea’ (Kostenpunkt: zwischen 25.000 und 50.000 Dollar).
“Wir haben Gäste, die wirklich zwei Mal pro Woche zu uns kommen”, berichtet Veda Nishikawa, Business Manager im New Yorker Sushi-Tempel Masa Takayama, wo der Festpreis für ein Menü 450 Dollar beträgt – ohne Wein, Steuern und Trinkgeld. „Unser Geschäft hat sich ein bisschen abgekühlt – läuft aber immer noch besser als im Jahr davor.“
Hudson Riehle, Senior Vice President der NRA resümiert: “Selbst in diesen Zeiten machen hochwertige Betriebe gute Umsätze.“ Masa Takayama plant daher auch bereits die Expansion nach Las Vegas: „Für diejeingen, die viel Geld verdienen, kommt es auf 600 Dollar mehr oder weniger nicht an“, glaubt Nishikawa. Dementsprechend soll das Menü in Las Vegas auch noch mehr kosten als in New York.
In der Stadt des Glücksspiels gehört das Weiße-Trüffel-Menü im Drei-Sterne-Tempel Joel Robuchon noch immer zu den beliebtesten Offerten – 40 % der Gäste ordern die Kreation. Ebenfalls sehr beliebt: Das 16-gängige Tasting-Menü für 385 Dollar. “Selbst wenn das Vermögen von 100 Mio. Dollar auf 70 Mio. sinkt, heißt das nicht, dass man nicht die gleiche Summe wie früher für ein Abendessen ausgeben kann“, sagt F&B-Director Alex Gaudelet. „Wir haben einen Stammgast, der etwa 30 Mal pro Jahr bei uns isst.“
Allerdings brauchen auch die exklusivsten Restaurants zurzeit etwas länger, bis sie ihre Reservierungsbücher gefüllt haben – gelegentlich haben sogar Kurzentschlossene eine Chance.
www.restaurant.org
masanyc.org
www.joel-robuchon.com
Redaktion food-service
National Restaurant Association, Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Masa New York City, Joel Robuchon, French Laundry, Las Vegas
14.01.2009
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