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Russland: Rosinter wird 1. McDonald’s Franchisepartner im Land
Eine Meilenstein-News: 21 Jahre nach dem Start in Moskau unterzeichnete McDonald’s Russland jetzt erstmals einen Franchisevertrag. Und zwar nicht mit irgendjemandem, sondern dem größten heimischen Gastro-Unternehmen. Nämlich der Rosinter Restaurants Holding, sprich der Company von Rostislav Ordovsky-Tanaevsky Blanco (kurz: Rostik).Das Abkommen bezieht sich auf verkehrsgastronomische Standorte an Flughäfen und Bahnhöfen. Keine Angaben zu Start und Umfang der Partnerschaft. Doch, wenn’s funktioniert, will man, so der erste McD-Mann von McDonald’s Russland und Osteuropa, Khamzat Khasbulatov, das Thema Franchising ausbauen.
McDonald’s ist in Russland im Januar 1990 gestartet und zählt heute 340 Restaurants in rund 85 russischen Städten. 2011 kamen 37 neue Lokale dazu, 2012 sollen 45 eröffnet werden. Jährlich werden 5 Mrd. Rubel investiert, auch will man in den nächsten ein bis zwei Jahren alle Betriebe, die älter als zehn Jahre sind, umfassend renovieren.
Bislang wird das komplette Netz in Eigenregie betrieben.
Rosinter versteht sich als Multi-Marken-Player mit eigenen Brands wie Planet Sushi und Il Patio, aber auch Franchiselizenzen internationaler Marken wie TGI Friday’s (Carlson, USA) und Costa Coffee (Whitbread, UK). Das Unternehmen ist an Verkehrsstandorten bereits hochgradig präsent, dies dürfte ein wesentlicher Grund für die Partnerschaft sein. Für die Marke McDonald’s bedeutet es schnellen Zugang zu einer neuen Standort-Kategorie. Für Rosinter bringt eine QSR-Marke im Portfolio für Verkehrsstandorte weitere Attraktivität bei entsprechenden Vermietern.
Rosinter erzielte im Geschäftsjahr 2010 12 Mrd. Rubel Erlöse, das entspricht knapp 315 Mio. € (+19,2 %). Die Company ist die führende Casual Dining Restaurant Unternehmung in Russland und den CIS-Staaten, insgesamt über 350 Outlets, davon allein mehr als 150 in Moskau. Man ist bei den eigenen Marken auch Franchisegeber.
Die Story wird erst komplett durch ein paar Sätze in Sachen Chicken. Rostik entwickelte in den 90er Jahren die Quickservice-Marke Rostik’s und war damit Mitte der Nuller-Dekade uneingeschränkter Marktführer in dieser Kategorie. In einer zweistufigen Lösung verkaufte er dieses Fast Food-Business vor einigen Jahren an Yum! International. Die Transaktion ermöglichte es dem US-Konzern, mit seiner Marke KFC in Russland schnell adäquat Fuß zu fassen und schnell wachsen zu können. Aktuell zählt Yum! in Russland 150 KFC-Units, die zwischenzeitlich komplett umgebrandet sind.
Rostik: einer der herausragenden Unternehmerpersönlichkeiten des exkommunistischen Landes, ein echter Pionier mit ausgesprochen viel Franchise-Erfahrung (2009: Gewinner des Hamburger Foodservice Preises).
Erst kürzlich hat er den Briten Kevin Todd (vorher Mitchells & Butlers) als CEO für Rosinter nach Moskau geholt – die Wachstumsperspektiven werden hoch eingeschätzt.
Für immer mehr US-Marken gilt Russland als perspektivenreiche Wachstumszone. Erst kürzlich gab beispielsweise Subway bekannt, dass man bis 2015 hier 1.000 Units haben will. Wendy’s ist im letzten Jahr in Moskau gestartet und nennt 180 geplante Standorte bis 2021/Partner Wenrus Restaurant Group.
Und vor zwei Monaten unterzeichnete Moe’s Southwest Grill (Sitz Atlanta) einen Vertrag, der sich auf 50 Restaurants in Russland in den nächsten zehn Jahren bezieht. Development-Partner: Glaventer Investments.
Burger King, seit 2010 in Russland, will ebenfalls in den nächsten Jahren kräftig zulegen.
www.mcdonalds.com
www.rosinter.ru
12.04.2012, GW - Redaktion food-service
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