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AfG/Säfte: Frische als Wachstumssegment

Die Kreativität im Segment alkoholfreier Getränke ist so groß wie nie zuvor. Immer wieder wird der Konsument mit neuen Produkten überrascht. Resultat: Die Konturen zwischen den klassischen Getränkekategorien verwischen zusehends. Tatsächlich stellt sich zunehmend die Frage der Zusammensetzung, wenn von Vitalgetränken, Sportdrinks, Energizern, Wellnesswässern & Co. die Rede ist.
 

 
Als eine Art Fels in der Innovationsbrandung behauptet sich an dieser Stelle das Segment der Frucht-, Frisch- ,Direktsäfte, Fruchtnektare usw. Bei 38,5 l lag hier der bundesweite Øliche Pro-Kopf-Konsum, damit liegen die Deutschen mit Abstand an der Spitze im internationalen Vergleich (2. Finnland 33,1 l; 3. USA 32,5 l). Als beliebtester Saft der Deutschen gilt der Apfelsaft, der mit 11 l pro Kopf und Jahr an der spitze liegt, gefolgt von Orangensaft mit 8 l pro Jahr. Zwar gibt es hier auch stets neue innovative Sorten, Frucht-kombinationen und Trends zu verzeichnen, aber die Zusam-mensetzung und entsprechende Deklaration der Produkte sind klar durch die deutsche Frucht-saftverordnung vorgegeben.
 

 
Die Gastro-Verantwortlichen des Fruchtsaft-Herstellers Eckes-Granini, Nieder-Olm, haben sich die Mühe gemacht, für den Verbraucher etwas Licht ins Dunkel des scheinbaren Wirrwarrs der Saft-/Nektar-Begrifflichkeiten zu bringen. Hier die Definitionen zu tagesfrischen Säften bis hin zu Säften mit langem MHD auf einen Blick (Def. Lt. Europäischer Fruchtsaftdirektive):
 

 

  1. Fruchtsaft (nicht aus Konzentrat)
     
    • Frischsaft: frisch gepresst, ohne Zusätze, direkt in Verpackung, unbehandelt gekühlt. MHD ~ 5-9 Tage.
    • vorher schonend ’flash’ pasteurisiert und gekühlt gelagert (analog Frischmilch); dann Hinweis auf der Packung „ leicht pasteurisiert – slightly pasteurized“ notwendig! MHD ~ 9-20 Tage
  2. Direktsaft
     
    • Nach Ernte im Ursprungsland direkt zu reinem Fruchtsaft verarbeitet, danach pasteurisiert und eingefroren (z. B. Orange). Bei Abfüllung im Abfüllbetrieb meistens 2. Pasteurisation notwendig.
    • Bei Apfel- und Traubensaft wird der Saft meist hochkurzzeiterhitzt (HKZE), in Edelstahltanks zwischengelagert. Die Lagerung erfolgt heute auch bei Orangensaft in großen gekühlten Aseptiktanks mit bis zu 3 Mio. Liter Inhalt. MHD ~ 2-3 Monate.
  3. Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat
     
    • Fruchtsaft: wird nach Pressen im Ernteland schonend unter Vakuum konzentriert. Das dabei entzogene natürliche Fruchtsaftaroma wird separat gekühlt gelagert und dem Saft aus Konzentrat wieder zugeführt (Deklaration ’Fruchtsaft aus Konzentrat’ erforderlich). Der Saft wird danach auch pasteurisiert abgefüllt. MHD ~ 9-18 Monate.
  4. Fruchtnektar
     
    • Fruchtnektar: für Früchte, die sich aufgrund hohen Gehalts an Fruchtsäure oder Fruchtfleisch nicht zum direkten Verzehr eignen (aber auch Orange, Apfel, Birne mit 50 % FG). Mindestfruchtgehalt lt. Gesetz zwischen 25% und 50%. Die Herstellung ist analog wie beim Fruchtsaft aus Konzentrat. Der fehlende Zuckergehalt wird durch Zusatz von Zucker korrigiert. Bei diesen Produkten, z. B. Banane, Pfirsich finden oft Fruchtpürees mit Fruchtfleisch Verwendung. MHD ~ 9-18 Monate.
  5. Erfrischungsgetränk
     
    • Fruchtsaftgetränk: Mindestfruchtgehalt lt. Gesetz zwischen 6% und 30%, dürfen natürliches Aroma, Zucker und ggf. Genusssäuren enthalten.MHD~ 9-18 Monate.

 
www.eckes-granini.de

29.05.2008

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