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Tropical Islands: Investor Au verlässt Badeparadies

Noch kein Jahr am Wasser und schon in Seenot? Diese Frage wirft nicht nur ’Spiegel online’ auf, sondern sie stellen auch Tageszeitungen im Einzugsgebiet des künstlichen Badeparadieses im brandenburgischen Krausnick. Genährt werden die Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des noch jungen Freizeitparks durch das Ausscheiden des Investors Colin Au. Der frühere Kreuzfahrtmanager hatte in der früheren Cargolifter-Halle den bisher verlustreichen Tropenpark aufgebaut. Jetzt wurde seine ’operative Entmachtung’ publik. Die Aufgaben des Managers und Projektleiters seien beendet, ließ der malaysische Anteilseigner, der Mischkonzern Tanjong, verlauten. Allerdings, so heißt es weiter, halte Au über seine Firma Au Leisure Investments nach wie vor 25 % der Anteile an Tropical Islands. Die Mehrheit von 75 % gehört Tanjong. „Es war immer geplant, dass Colin Au sich zurückzieht und die Geschäfte dem deutschen Seniormanagement überlässt“, begründet Pressesprecherin Kathrin Schaffner den Rückzug des Investors. Die Vermutung, dies sei eine Reaktion auf das negative Geschäftsergebnis, weist man in Krausnick zurück.
 

 
Rd. 2,4 Mio. Besucher sollte Tropical Islands jährlich nach Brandenburg locken. Waren das angesichts eines Verlustes von mehr als 3 Mio. EUR zu hohe Erwartungen, oder ist die negative Bilanz einfach nur ganz normalen Anlaufschwierigkeiten geschuldet? In Kuala Lumpur verkündete Tanjong-Chairman Robert Chiem Dau Meng im Juli noch: „Wir erwarten in diesem Jahr einen Verlust, aber wenn die gesamte Infrastruktur aufgebaut ist, wird es ein wachsendes Geschäft sein.“ Sollte sich das in den nächsten Jahren nicht bewahrheiten, würden sich die rd. 600 Arbeitsplätze in Tropical Islands wohl in feucht-heiße Luft auflösen. Und die Investition von knapp 88 Mio. EUR in das ambitionierte Projekt versänke in den Fluten der künstlichen Südsee.
 
www.my-tropical-islands.de
24.08.2005



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