Internationale Branchennews
USA: Starbucks testet Wein- und Bier-Ausschank
Starbucks will offenbar das Kaffeehaus neu erfinden. Die nächsten Neueröffnungen des in den vergangenen Monaten ins Schlingern geratenen Kaffeebar-Riesen sollen nicht mehr unter der Marke ’Starbucks’ firmieren, sondern den lokalen Bezug im Namen tragen. So wird ein in dieser Woche eröffnetes neues Kaffeehaus in Seattle ’15th Avenue Coffee and Tea’ heißen.Dort und in zwei weiteren neuen Filialen werden außerdem Bier und Wein ausgeschenkt, abends wird es Live-Musik und Autorenlesungen geben. Im Erfolgsfall soll das neue Konzept auch in anderen Städten ausgerollt werden.
Für den amerikanischen Markt ist die Idee, in einer Kaffeebar Alkohol anzubieten sicher hochgradig befremdlich. In anderen Teilen der Welt, beispielsweise im mediterranen Raum, ist es der Normalfall, dass am Abend auch Cocktails, Wein und Bier auf dem Programm stehen. Andere Länder, andere Sitten.
In den USA betreibt Starbucks rund 10.000 seiner weltweit 15.000 Coffee Houses. Wegen mäßiger Performance, der Wirtschaftskrise und günstiger Kaffeekonkurrenz durch McDonald’s und Dunkin Donuts ließen den Gewinn des Marktführers in letzter Zeit rapide einbrechen (-53 % im Geschäftsjahr 2008 bei 10,4 Mrd. € Umsatz weltweit). Der Konzern kündigte an, 12.000 Stellen zu streichen und zahlreiche Standorte zu schließen.
Hintergrund der neuen Strategie dürfte vor allem der Versuch sein, das für Kaffeebars schwierige Abendgeschäft zu beleben und neue Dinge auszuprobieren, ohne die Marke Starbucks zu verwässern.
www.starbucks.com
Redaktion food-service/BM
Starbucks, Kaffeehaus, Coffee House, Seattle, McDonald’, Dunkin Donuts
21.07.2009
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